BBSR-Forschung: "Lebendige Regionen – aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe"
Das BBSR-Forschungsvorhaben "Lebendige Regionen – aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe" startet. Vertreter aus acht Modellregionen erhielten auf einer Projektwerkstatt in Coburg am 14./15. November die Förderbescheide.

Die Modellvorhaben erhalten für die Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Konzepte für die Regionalentwicklung jeweils 200.000 Euro. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung berät die Kommunen und Landkreise und unterstützt den Erfahrungsaustausch der Modellvorhaben. Die Ansätze gehen über die Sicherung der Daseinsvorsorge hinaus. Die Bandbreite reicht von der Entwicklung integrierter Mobilitätsstrategien und -projekte über die Erarbeitung und Erprobung interkommunaler Verwaltungskooperationen, die Integration von Flüchtlingen bis hin zu regionalen Wohnungsmarktbeobachtungen und -strategien. Die halbjährlich stattfindenden Projektwerkstätten dienen dazu, den Wissensaustausch zwischen den Regionen und das Voneinander-Lernen zu fördern.

Den Konzepten liegt ein integrierter Ansatz zugrunde, der sich an den finanziellen Möglichkeiten der Kommunen orientiert. Die Modellvorhaben sollen zeigen, dass es trotz knapper Kassen möglich ist, die Regionen wirtschaftlich, sozial und ökologisch weiterzuentwickeln und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner zu steigern. Die Kämmerer sind deshalb von Beginn an eng eingebunden. 26 Regionen hatten sich als Modellvorhaben für das Forschungsfeld beworben. Acht Regionen konnten mit ihren Ideen und Vorhaben überzeugen:

  • Landkreis Barnim (Brandenburg)
  • Landkreis Coburg (Bayern)
  • Indeland (Nordrhein-Westfalen)
  • KielRegion & Stadt Neumünster (Schleswig-Holstein)
  • Region Bremen (Niedersachsen/Bremen)
  • Ostwestfälisch-Lippische Regiopolregion mit der Regiopole Bielefeld (Nordrhein-Westfalen)
  • Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (Thüringen)
  • Wirtschaftsraum Spreewald (Brandenburg)

Insgesamt 12 Modellregionen sollen gefördert werden. Derzeit läuft der Auswahlprozess für weitere vier Modellvorhaben.

Mit dem Aktionsprogramm "Modellvorhaben der Raumordnung" (MORO) unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die praktische Erprobung und Umsetzung innovativer, raumordnerischer Handlungsansätze und Instrumente in Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis, d.h. mit Akteuren vor Ort, in den Regionen. Das BBSR ist mit der fachlichen Begleitung des Programms betraut.