Ortskern Eschwege
BBSR-Forschungsergebnisse "Strategien zur Sicherung lebendiger und nutzungsgemischter Standorte"
Ergebnisse aus der Fallstudienuntersuchung
Veröffentlich der Ergebnisse aus zehn Fallstudienstädten im Hinblick auf Ansätze, Instrumente und Verfahren der Innenentwicklung.

Im Februar 2018 ist das BBSR-Forschungsprojekt „Innenentwicklung in kleineren Städten und Gemeinden – Strategien zur Sicherung lebendiger und nutzungsgemischter Wohn- und Versorgungsstandorte“ gestartet. Im Zentrum des Projekts steht die Frage, mit welchen Strategien sich die Innenentwicklung in schrumpfenden und sich stabilisierenden Kleinstädten gezielt stärken lässt.

Die Instrumente und Strategien der Innenentwicklung spielen eine Schlüsselfunktion für die Entwicklung lebenswerter und gemischter Standorte. Jedoch sind im Planungsalltag gerade Kleinstädte oftmals von gegenläufigen Entwicklungen gekennzeichnet, die dem Leitbild „Innen vor Außen“ entgegenstehen. Ortskerne sind mit Funktionsverlusten und Leerständen konfrontiert, parallel erfolgt die Ausweisung von Neubauflächen für Wohnen und Gewerbe an den Ortsrändern. Zudem verringern knappe personelle und finanzielle Ressourcen innerhalb der Verwaltungen die Handlungsspielräume der Kommunen. Zugleich steigen die Anforderungen an die Planungsprozesse im Sinne der Beteiligung und Kooperation mit der Bevölkerung sowie einem weiten Akteursfeld. Es stellt sich die Frage, wie in einer solchen Gemengelage wirkungsvolle Strategien der Innenentwicklung angewendet werden können.

In zehn Fallbeispiele aus den Programmkommunen „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ wurden die vorliegenden Strategien zur Sicherung lebendiger und nutzungsgemischter Wohn- und Versorgungsstandorte in Kleinstädten untersucht. Die Durchführung der Fallstudien hat zu Erkenntnissen über die Herangehensweise, aber auch zu Herausforderungen im Umgang mit Instrumenten und Verfahren – sowohl baulich als auch funktional – der Innenentwicklung geführt. Die vorgestellten Ansätze reichen von städtebaulichen Wettbewerben, über Design-Thinking-Prozesse und gemeindeübergreifenden Kooperationsprouessen bis hin zu neuen Wohnformen in den Ortskernen. Die » Zwischenergebnisse sind jetzt veröffentlicht.

Im Endergebnis des Forschungsprojekts sollen praxisorientierte Strategien zur Innenentwicklung formuliert werden. Darüber hinaus soll das Projekt Empfehlungen dazu liefern, wie sich die Städtebauförderung weiter ausgestalten lässt.