"CoProGrün": Wege um grüne Infrastruktur gemeinsam zu entwickeln
Abschlussveranstaltung im "Kommunen-innovativ"-Projekt "CoProGrün"
Der letzte Meilenstein im CoProGrün Projekt ist erreicht. Am 29.04.2019 trafen sich über 40 Teilnehmer aus dem Kreis der CoProGrün Akteure zur Projektplattform in der DeusenKirche in Dortmund-Deusen.

Grüne Infrastruktur ist eine immer wichtigere Form der Daseinsvorsorge für lebenswerte Städte und die Klimawandelanpassung. Im Reallabor Grünzug Östliches Emschertal haben der Regionalverband Ruhr, die FH Südwestfalen und zahlreiche lokale Partner aus Landwirtschaft und Zivilgesellschaft daher unter Leitung der RWTH Aachen University gemeinsam Projekte für ihre Co-Produktion entwickelt. Auf der Abschlussveranstaltung in der Dortmunder Deusenkirche wurden die Ergebnisse des Vorhabens zusammengefasst.

Projektrückblick und konkrete Projekte
Nach einem Rückblick auf drei Jahre Projektarbeit durch Prof. Frank Lohrberg von der RWTH Aachen University gab Jan Abt vom Deutschen Institut für Urbanistik einen Panoramablick auf die CoProGrün Schwesterprojekte in der Fördermaßnahme "Kommunen Innovativ" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen jedoch die im Rahmen von CoProGrün entwickelten Projekte zur Aufwertung des Grünzuges Östliches Emschertal im Emscher Landschaftspark. Sieben Co-Produktionstandems aus Akteuren unterschiedlicher Herkunft haben ihre gemeinsam entwickelten Projekte persönlich vorgestellt und ihre Erfolge und Herausforderungen auf dem Weg zu ihrem Beitrag zur Grünzugentwicklung erläutert. Weitere vier Projekte präsentierten sich in der Postergalerie.

Co-Produktion als Modell für die Zukunft
In der Diskussion mit Akteuren und Projektpartnern wurde deutlich welche Potenziale Co-Produktion für das gemeinsame Management von Grüner Infrastruktur bietet. Entscheidend ist, dass sich Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung auf Augenhöhe begegnen können, um gemeinsame Ziele zu entwickeln und umzusetzen. Dies erfordert einen Wandel althergebrachter Denkmuster und eine neue Offenheit bei allen Beteiligten. CoProGrün hat dies im Rahmen eines Forschungsprojektes ermöglicht, in der Zukunft wirde es die Aufgabe der Kommunen, z.B. der Regionalverbands Ruhr als Träger des Emscher Landschaftsparks, sein, die Rahmenbedingungen für solche Prozesse zu schaffen und aktiv zu fördern.

Eröffnung Route der Agrarkultur
Unmittelbar erfahrbar wurde das Engagement bei der Radtour in den Mai am Nachmittag. Vertreter von "Menschen an der Emscher e.V." führten die Teilnehmer auf der von CoProGrün initiierten Route der Agrarkultur zu zwei Landwirtschaftsbetrieben im Grünzug. Der Lernbauernhof Schulte-Tigges stellte seine Betriebszweige Lernort und Solidarische Landwirtschaft vor, die den Hof zum Anlaufpunkt im Grünzug machen. Auf dem Hof Schulte-Uebbing wurde der ökonomsiche Anreiz einer Umstellung auf biologische Landwirtschaft präsentiert, die auch zur regionalen Nahrungsmittelproduktion und einer höheren Artenvielfalt im Grünzug beiträgt.

Die Sammlung der Poster zu den Co-Produktionsprojekten im Grünzug Östliches Emschertal sowie weitere Impressionen finden Sie auf der Webseite des Forschungsprojekts » CoProGrün

 

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