Zirkuläre Wertschöpfung als Chance für strukturschwache Regionen

Die Herausforderungen in Regionen sind vielseitig: Der Strukturwandel muss gemeistert werden, Klimaziele müssen umgesetzt und gleichwertige Lebensverhältnisse gesichert werden.
Das Förderprogramm REGION.innovativ unterstützt regionale Bündnisse dabei, sich diesen Herausforderungen in strukturschwachen Regionen mit neuen Forschungsansätzen und Innovationen zu widmen. Hierbei steht insbesondere die Zusammenarbeit mit neuen Partnern im Fokus.

Mehrere Förderrunden adressieren verschiedene Themen
In mehreren Förderrunden wird jeweils ein Thema adressiert, das besonders für strukturschwache Regionen wichtig ist. Während die erste Förderrunde die innovative Gestaltung von Arbeitswelten der Zukunft adressierte, zielt die hier im Mittelpunkt stehende zweite Förderrunde auf die zirkuläre Wertschöpfung, also die Kreislaufführung von Stoffen, Materialien und Produkten, ab. Eine » weitere Runde widmet sich Fragen der gesellschaftlichen Innovationsfähigkeit.

Ein Schlüssel zum Erfolg: Zusammenarbeit über Grenzen hinweg
Die zirkuläre Wertschöpfung trägt zu mehr Ressourcen- und Energieeffizienz bei und hat positive Effekte auf die ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung einer Region. Sie erfordert jedoch auch die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Genau hier setzt die zweite Förderrunde von „REGION.innovativ“ an.

In REGION.innovativ – Kreislaufwirtschaft arbeiten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Verwaltung über fachliche und administrative Grenzen hinweg zusammen. Heute gibt es bereits einige Formen der Kooperation zwischen Kommunen, z.B. in Arbeitsgemeinschaften, Zweckverbänden oder durch öffentlich-rechtliche Vereinbarungen. Doch wie können diese Partnerschaften noch effizienter gestaltet oder neue Formen entwickelt werden? Wie können Strukturen in der Verwaltung dafür geschaffen werden oder das interkommunale Wissensmanagement aufgebaut werden? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die zweite Förderrunde von REGION.innovativ.

Sieben Bündnisse aus strukturschwachen Regionen entwickeln ihre Ideen für die regionale Kreislaufwirtschaft
31 Bündnisse aus strukturschwachen Regionen in zehn Bundesländern hatten ihre Projektskizzen für die zweite REGION.innovativ-Runde eingereicht. Die sieben Initiativen mit den überzeugendsten Bewerbungen können nun ihre Ideen für die regionale Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln und umsetzen. Ihre Themen reichen von neuen Verarbeitungstechnologien für Biomasse über branchenspezifische Prozesskreisläufe bis hin zum Reststoff- und Recycling-Managementsystem. In den kommenden drei Jahren stellt das Bundesforschungsministerium dafür insgesamt rund 15 Mio. Euro bereit.