Füreinander einstehen! Zivilgesellschaft sichtbar machen
Füreinander einstehen! Zivilgesellschaft sichtbar machen
Gemeinsam stark vor Ort eine dreiteilige Online-Seminarreihe der Heinrich-Böll-Stiftung
Das Begleitvorhaben KomKomIn präsentierte Ergebnisse und Erfahrungen aus „Kommunen innovativ“ mit Blick auf die Zusammenarbeit von Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Am 28. April 2021 fand die Auftaktveranstaltung „Füreinander einstehen! Zivilgesellschaft sichtbar machen“ der Seminarreihe „Gemeinsam stark vor Ort“ statt – organisiert von der Heinrich-Böll-Stiftung, in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Urbanistik und dem Thünen‑Institut für Regionalentwicklung.

Der Fokus der insgesamt drei Veranstaltungen liegt auf Ansätzen, Chancen und Grenzen der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Vor allem in Dörfern und Kleinstädten wird den Fragen nachgegangen: Welche Rahmenbedingungen braucht eine gute Kooperation zwischen Kommune und engagierten Bürger*innen – jenseits der großen Städte? Wie wird demokratische Kultur vor Ort im ländlichen Raum gestärkt? Wie gelingt das Netzwerken?

Zum Einstieg in die erste Veranstaltung erläuterten Dr. Stephanie Bock und Julia Diringer (Wissenschaftliche Begleitung von „Kommunen innovativ“) unter dem Titel „Gemeinsam stark vor Ort – oder warum Zivilgesellschaft und Kommunen stärker zusammenarbeiten“ zunächst die sich verändernden Rahmenbedingungen in den Städten und Gemeinden, die zu immer komplexeren kommunalen Aufgaben führen. Diese, so ihre Schlussfolgerung, können nur kooperativ von Verwaltung und Zivilgesellschaft gelöst werden. Anhand ausgewählter Beispiele aus „Kommunen innovativ“ (» Kleinstadt gestalten; » CoProGrün und » KoDa_eg) illustrierten sie unterschiedliche Ansätze zu mehr Kooperation und Koproduktion.

Vertieft wurde das Thema in Arbeitsgruppen. Die Arbeitsgruppe „Kleinstadt kooperativ“ setzte sich – moderiert vom Difu – mit konkreten Erfahrungen in der Zusammenarbeit von zivilgesellschaftlichen und kommunalen Akteuren in der Kleinstadt Weißwasser (Modellkommune aus dem Verbundvorhaben » Kleinstadt gestalten) auseinander. Drei Impulsgeber*innen berichteten, wie sie im Weißwasser zusammenarbeiten, welche Erwartungen und Anforderungen an die Kooperation gestellt werden und welche Schwierigkeiten bestehen. Deutlich wurde, worauf die gute Zusammenarbeit in Weißwasser basiert: „Man kennt sich“, d.h. die Kleinstadt fördert die Nähe zwischen den engagierten Akteuren. Es gibt eine gezielte Zusammenarbeit mit den „Willigen“ und die Stadtverwaltung versteht sich als Netzwerkerin und Ermöglicherin.

Fazitder ersten Veranstaltung: es braucht einen Lückenschluss zwischen der Zivilgesellschaft und der Verwaltung! Die vorgestellten Beispiele zeigten Wege für mehr Offenheit für neue Kooperationsformaten und Mut für unbekannte Formate.

Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie » hier. Die Anmeldung für die zwei weiteren Veranstaltungen aus der Reihe ist geöffnet, » melden Sie sich gerne an!