Kleinstadt_gestalten: Halbzeitkonferenz mit sechs Bürgerprojekten
Unter dem Titel „Halbe Strecke“ wurde über bereits Erreichtes und noch zu Schaffendes debattiert. Mit dabei: sechs Projekte, die im Zuge von „Kleinstadt gestalten“ gewachsen sind.
Am 20. und 21.11.17 fand in Weißwasser die Halbzeitkonferenz des Kommunen innovativ-Projektes „Kleinstadt gestalten“ statt. Sowohl die drei Verbundpartner als auch geladene Gäste, Bürger und die Protagonisten der Bürgerprojekte trafen sich für ein Zwischenfazit und den Ausblick auf die „zweite Halbzeit“.

Zu Beginn trafen sich die Verbundpartner zu einem moderierten Strategiegespräch, um den Fahrplan bis 2019 zu justieren. Die Macher der Bürgerprojekte konnten sich am Nachmittag über Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit, Mitstreiterakquise und rechtliche Belange bei bürgerschaftlichem Engagement von Second Attempt e.V. aus Görlitz und von der Juristin der Stadtverwaltung Weißwasser beraten lassen.

Der zweite Tag  begann mit Parallelveranstaltungen: Zum einen fand ein Strategiegespräch zum Thema „Herausforderungen von Kleinstädten und die Rolle der Stadtverwaltung“ mit Oberbürgermeister Torsten Pötzsch, Vertretern der Stadtverwaltung und Prof. Peter Adolphi vom „Kommunen innovativ“-Projekt „Fokusland“ statt. Zum anderen zogen die Wissenschaftler Zwischenbilanz, vorgestellt von Dr. Robert Nadler und Dr. Olivia Kummel. Diese Runde wurde abschließend kommentiert aus Praxissicht vom Verbundkoordinator Frank Schwarzkopf sowie aus soziologischer Betrachtungsweise von der Sozialwissenschaftlerin Dr. Julia Gabler von der Hochschule Zittau-Görlitz, die unter anderem bereits zu den Verbleibechancen qualifizierter Frauen im Landkreis Görlitz forschte.

Ein anschließender Rundgang mit dem Geschäftsführer der Telux GmbH, Herrn Andreas Nelte, führte den Strukturwandel in der schrumpfenden Oberlausitzer Region deutlich vor Augen.
Am Nachmittag war die interessierte Öffentlichkeit zur Vorstellung der Bürgerprojekte eingeladen. Die „Kleinstadtgestalter“ blickten zurück auf das Erreichte, verdeutlichten jeweils den Mehrwert ihres ehrenamtlichen Tuns für die Stadtgesellschaft und deuteten an, wohin die Reise jeweils gehen soll. Zugleich konnten sie für weitere Mitstreiter werben. Eines der Projekte – „Schmecken & Entdecken“ – war sogar mit einem eigenen arabischen Kuchen- und Kaffeestand präsent und sorgte für eine (kulinarische) Bereicherung.

In der abschließenden öffentlichen Diskussion wurde unter anderem deutlich, dass die in Weißwasser auch unter dem Kürzel „Projekt Ort-schafft“ bekannte Initiative sogar regional Interesse weckt. Nicht zuletzt deshalb, da es auf eine etwas andere Weise daherkommt, wie der Erfahrungsaustausch zeigte.

Fazit: Zwei intensive Tage, die neugierig machen auf die zweite Halbzeit samt der noch zu erwartenden Herausforderungen und Hürden. Das Format, die Atmosphäre und der Erkenntnisgewinn waren positiv, sodass alle Akteure zuversichtlich nach vorne schauen sollten. Insbesondere die Macher/innen der Bürgerprojekte verdienen Dank und Anerkennung für das bisher Erreichte!

Innerhalb von  „Kleinstadt gestalten“ werden die folgenden sechs Bürgerprojekte unterstützt:

  • Schwarzes Brett Weißwasser
  • Ehrenamts-Nanny
  • Kultur-Festival „FunOlympics“
  • ZusammenWachsen für WSW
  • Schmecken & entdecken – die Welt trifft WSW
  • Aktion Weißwasser
  • Jugendtreff

Nähere Informationen zu diesen Projekten finden Sie auf der Projektseite von  „Kleinstadt gestalten“

 

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