"KoDa eG": Abschlussveranstaltung zu "Bürgergenossenschaften"
Lessons Learned aus Sicht der Wissenschaft und Praxisbegleitung
Zum Abschluss des Projekts "KoDa eG" blickten die Beteiligten auf die gewonnenen Erkenntnisse zurück. Ihr Fazit: Bürgergenossenschaften können eine geeignete Form zur Bewältigung von Fragen der Daseinsvorsorge sein.

Die Abschlussveranstaltung von KoDa eG fand aufgrund des Pandemie-Geschehens online am 28.10.2020 von 10 bis 12 Uhr statt. Trotz des ungewöhnlichen Zusammenkommens gab es einen intensiven Austausch und einen gelungenen Abschluss des Projektes unter der Moderation von Alexander Hölsch (SPES). Unter den 15 Teilnehmenden waren auch Vertreter*innen aus allen teilnehmenden Projektkommunen anwesend sowie Dr. Annika Reifschneider vom Baden-Württembergische Genossenschaftsverband (BWGV).

Zu Beginn stellten Ingrid Engelhardt (SPES) und Prof. Thomas Klie (zze) die „lessons learned“ aus Sicht von Wissenschaft und Praxisbegleitung des Projektes vor: Im Mittelpunkt müssen die Interessen und Bedarfe der Bürger*innen stehen. Es braucht Treiber für die Idee der Genossenschaft und auf lange Sicht die Kooperation mit der Kommune. Bürgergenossenschaften brauchen Unternehmergeist und eine unternehmerische Haltung im Sinne des Gemeinwesens. Jede Bürgergenossenschaft ist ein Unikat. Sie benötigen fachlich erfahrene, flexible und motivierende Begleitung von der Ideenfindung bis zur Genossenschaftsgründung.

Die Aussagen wurden im Anschluss diskutiert und durch persönliche Praxiserfahrungen ergänzt. Es waren sich alle einig, dass die Idee einer Bürgergenossenschaft eine geeignete Form zur Bewältigung von Fragen der Daseinsvorsorge sein kann.

Anschließend kamen die Projekt-Kommunen zu Wort und berichteten über die Projekte vor Ort und aus ihrer Perspektive. Auch wenn das ursprüngliche Projektziel einer Genossenschaftsgründung nicht erreicht werden konnte, so gab es überwiegend positives Feedback. Eine Projektkoordinatorin berichtete: Auch ohne Genossenschafts-Gründung, war das KoDa-Projekt das Beste was der Gemeinde passieren konnte. Mit Hilfe der Praxisbegleitung durch SPES haben wir es geschafft den Blick zu weiten und alle Bürger*innen in den Blick zu nehmen und mit zu nehmen.“

Ausblickend stand der Punkt „Anschlussfähigkeit und Zukunftsthemen“ auf der Tagesordnung. Prof. Thomas Klie stellte ein mögliches Anschlussprojekt vor und Dr. Annika Reifschneider berichtete über das Projekt „Genossenschaftlich getragene Quartiersentwicklung“ des BWGV.

Die » Präsenationsfolien zur Abschlussveranstaltung stehen Ihnen zum Nachlesen zur Verfügung.

 

Thema: Daseinsvorsorge sichern!, Allianzen bilden!, Gemeinschaftlich finanzieren!