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Zur aktiven Mitgestaltung einer (Stadt-)Gesellschaft im Wandel sind bürgerschaftliches Engagement und Formen der Partizipation unverzichtbar. In „Kommunen innovativ“ werden neue Formen des Zusammenwirkens öffentlicher wie auch privater Akteure und der Zivilgesellschaft sowie neue Rollenteilungen erprobt.

Die Frage nach der Rolle und Bedeutung zivilgesellschaftlicher Akteure ist eine zentrale Herausforderung im Rahmen kommunaler Innnovationsprozesse. Bürgerinnen und Bürger fordern in steigendem Maße nicht nur Beteiligung, sondern echte Mitsprache bei kommunalen Entwicklungsprozessen. Zudem nehmen sie immer häufiger die Gestaltung von Angeboten der Daseinsvorsorge in ihre Hände. Im Hinblick auf immer komplexere Aufgabenstellungen und eine schwindende Akzeptanz für Zukunftsentscheidungen suchen immer mehr Städte und Gemeinden deshalb neue Wege für ein verändertes Miteinander von Zivilgesellschaft, kommunaler Verwaltung und Politik. In einem Workshop der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ soll das Themenfeld des bürgerschaftlichen Engagement insbesondere in von Rückgang betroffenen Kommunen von verschiedenen Seiten beleuchtet werden.

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Hintergrund und Schwerpunkte

Die Gestaltung des demografischen und des ihn begleitenden sozialen Wandels wirft grundsätzlich neue Fragen der Organisation, Ausgestaltung und Finanzierung der Daseinsvorsorge auf, die ohne die Mitarbeit der zivilgesellschaftlichen Akteure nicht akzeptanzfähig beantwortet werden können. Die Fragestellung, wie gesellschaftliche Verantwortung im Kleinen wie im Großen (auch angesichts unterschiedlicher Mentalitäten, Sprachen und Traditionen) übernommen und neu verhandelt werden kann, bildet deshalb einen Schwerpunkt von „Kommunen innovativ“. Bei der Entwicklung sozialer Innovationen geht es um neue Ideen, Ansätze und Dienstleistungen, die als neue soziale Praktiken in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen dazu beitragen, gesellschaftliche Probleme besser zu bewältigen. In den Vorhaben werden hieran anknüpfend neue Formen des Zusammenwirkens öffentlicher wie auch privater Akteure und der Zivilgesellschaft sowie neue Rollenteilungen erprobt.

Sie verfolgen dabei sehr unterschiedliche Ansätze und Ziele: Steht bei einigen die direkte Beteiligung der Menschen vor Ort im Mittelpunkt, so zielen andere Vorhaben auf den Aufbau intermediärer Strukturen und die Mitwirkung organisierter Gruppen. Die bisherigen Diskussionen machen deutlich, dass die oft vorhandenen Unklarheiten und Ungenauigkeiten in der Abgrenzung von Partizipationsansätzen, Engagement, Kooperation und Koproduktion die Einschätzung der Chancen und Risiken einzelner Ansätze erschweren.

Es gilt u.a. in diesem Workshop zu klären,
»  welche Akteure bei welchen Aufgabenstellungen einbezogen werden sollten und wie sie erreicht werden können,
»  welche zivilgesellschaftlichen Initiativen aufgegriffen und gestärkt werden sollten,
»  wo die Grenzen zwischen Beteiligung, Engagement und Koproduktion verlaufen,
»  welche Governance-Strukturen nachhaltig eine Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt befördern und hinderliche Machtstrukturen auflösen (und wer dafür das Mandat erteilt),
»  und nicht zuletzt, wie sichergestellt werden kann, dass Partizipation auch in Innovation mündet.
Mit dem Querschnittsthema sollen diese Ungenauigkeiten aufgegriffen sowie Verfahren, Chancen und Grenzen der Kooperation mit der Zivilgesellschaft diskutiert werden.

Weitere Erläuterungen finden Sie im Hintergrundpapier des Workshops.