Neue BULE-Fördermaßnahme "Heimat 2.0"
Digitalisierung als Chance für gleichwertige Lebensverhältnisse
Die neue BULE-Fördermaßnahme "Heimat 2.0" adressiert die Bedarfe strukturschwacher ländlicher Räume und ergänzt damit bestehende Förderprogramme der ländlichen Regionalentwicklung. Eine virtuelle Informationsveranstaltung findet am 12. und 13. Mai 2020 statt.

Die Lebens- und Arbeitsverhältnisse in Deutschland unterliegen einem rasanten Wandel, der insbesondere auch strukturschwache ländliche Räume vor große Herausforderungen stellt. Angesichts des erklärten Politikziels, gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Teilräumen zu ermöglichen, braucht es gemeinsame Anstrengungen und innovative Ideen öffentlicher, privatwirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure. Die Digitalisierung ist dabei Herausforderung und Chance zugleich. Die neue BULE-Fördermaßnahme "Heimat 2.0" setzt genau dort an, indem es die Bedarfe strukturschwacher ländlicher Räume adressiert und damit bestehende Förderprogramme der ländlichen Regionalentwicklung sinnvoll ergänzt.

Die Digitalisierung durchdringt inzwischen alle Bereiche des Lebens und bietet immense Chancen zur Modernisierung, um dem Ziel der gleichwertigen Lebensverhältnisse künftig näherzukommen. Daher haben das BMI und das BBSR "Heimat 2.0" initiiert.

Der Handlungsschwerpunkt der Initiative "Heimat 2.0" liegt auf der sinnvollen und effizienten Nutzung der Breitbandinfrastruktur – auf der Anwendung digitaler Dienste, auf der Erhöhung von Digitalkompetenzen und der breiteren Nutzung digitaler Möglichkeiten. Gerade digitale Anwendungen bieten die Chance, die häufig in ländlichen Räumen existierenden Defizite der Erreichbarkeit von verschiedenen Angeboten der Daseinsvorsorge zu kompensieren.

Ziel von "Heimat 2.0" ist es, in ausgewählten Modellvorhaben den Einsatz digitaler Technologien für die Sicherung der Daseinsvorsorge zu unterstützen und Verbesserungs- und Entwicklungspotenziale für die Akteure vor Ort bzw. in der Region zu realisieren. Das kann zum Beispiel über konkrete digitale Anwendungen in den zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge wie Bildung, Gesundheit, Pflege oder bei Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung erfolgen.

Bis 2023 sollen rund acht Modellvorhaben die Möglichkeit erhalten, die Entwicklung oder Verbreitung solcher innovativen digitalen Anwendungen zu erproben, die langfristig geeignet sind, durch eine Sicherung und Verbesserung von Angeboten der Daseinsvorsorge die Lebensqualität zu sichern.

Am 12. und 13. Mai 2020 wird eine » Informationsveranstaltung zur Initiative "Heimat 2.0" stattfinden. Die Veranstaltung ist als Live-Webkonferenz konzipiert und richtet sich an Interessierte der neuen Fördermaßnahme.