Unternehmensnachfolge und frühzeitige Vermeidung von Brachflächen (Teil 1)

in: Flächenmanagement und Bodenordnung. Heft 4. Seite 186-189.

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Kurzfassung:

Trotz langjähriger Ziele zum Flächensparen werden in Deutschland immer noch etwa 60 Hektar Fläche pro Tag neu in Anspruch genommen. Bisherige Forschung zur Reduzierung der Neuinanspruchnahmevon Fläche fokussiert sich insbesondere auf die Revitalisierung bestehender Brachflächen. In diesem Artikel soll dies um den Ansatz erweitert werden, das Entstehen neuer Brachflächen zu verhindern. Dabei wird auf den Aspekt des demografischen Wandels eingegangen: Immer mehr ältere Unternehmer stehen immer weniger potentiellen Nachfolgern gegenüber. Hinzu kommt ein derzeit breites Angebot an beruflichen Möglichkeiten als Alternative zur Selbständigkeit, was das Finden eines geeigneten Nachfolgers zusätzlich erschwert. Für Unternehmen, die daher keinen Nachfolger finden, stellt sich die Frage, wie die bisherige Betriebsfläche weiter genutzt wird. Um ein Brachfallen der Fläche zu verhindern, sollen Unternehmen mit Nachfolgeschwierigkeiten in einem ersten Schritt durch ein ‚Frühwarnsystem‘ verortet werden. Anschließend soll primär bei der Findung eines Nachfolgers unterstützt werden. Zeichnet sich ab, dass dies erfolglos bleibt, wird das Unternehmen frühzeitig bei der Erarbeitung von Nutzungsmöglichkeiten unterstützt. Dadurch wird gewährleistet, dass bereits genutzte Fläche weiterhin eine Nutzung erfährt und keine neue Fläche in Anspruch genommen wird.