Region.innovativ fördert regionale Kreislaufwirtschaft
Forschungsvorhaben zur interkommunalen Kooperation gesucht
Mit Region.innovativ werden Vorhaben gefördert, die die regionale Kreislaufwirtschaft stärken, zum Beispiel durch eine verbesserte interkommunale Zusammenarbeit, ein besseres Wissensmanagement zwischen den Kommunen, den Abbau institutioneller Hürden oder durch neu entwickelte Instrumente in den Kommunen.

Jede Region hat Stärken – und mag sie noch so strukturschwach sein. Dazu zählen innovative Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und regionale Netzwerke, die ihre Region voranbringen wollen. Für diese Regionen und Akteure ist REGION.innovativ gemacht. Die experimentelle Fördermaßnahme unterstützt regionale Bündnisse dabei, sich neuen Forschungs- und Innovationsthemen zu widmen und die dafür notwendige Zusammenarbeit mit neuen Partnern zu etablieren. Damit soll der Strukturwandel in vielen Regionen in ganz Deutschland nachhaltig gestaltet werden.

Im Fokus der zweiten Förderrunde von REGION.innovativ stehen neue Formen der Zusammenarbeit von zwei oder mehreren Kommunen im Bereich der Kreislaufführung von Stoffen, Materialien oder Produkten. Damit dies möglichst effizient gelingt, müssen verschiedene Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Verwaltung über fachliche und administrative Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Heute gibt es bereits einige Formen der Kooperation zwischen Kommunen, z.B. in Arbeitsgemeinschaften, Zweckverbänden oder durch öffentlich-rechtliche Vereinbarungen. Doch wie können diese Partnerschaften noch effizienter gestaltet oder neue Formen entwickelt werden? Wie können Strukturen in der Verwaltung dafür geschaffen werden oder das interkommunale Wissensmanagement aufgebaut werden? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die zweite Förderrunde von REGION.innovativ.

Gefördert werden Verbünde in strukturschwachen Regionen, die aus mindestens zwei Kommunen und ihren Partnern (Unternehmen, Forschungseinrichtung sowie weitere) bestehen. Diese Verbünde müssen gemeinsam eines der folgenden Themenfelder bearbeitet werden:

» Interkommunale Zusammenarbeit für die regionale Kreislaufwirtschaft von Stoffen und nachhaltige Wertschöpfungsketten, z.B. Management biologischer Reststoffe, neue Formen der Landbewirtschaftung, regionales Nährstoffmanagement, Ressourceneffizienz, Stoffstrommanagement und die Errichtung von Pilotanlagen

» Interkommunales Wissensmanagement als Basis einer verbesserten Kreislaufführung und Wertschöpfung, z.B. durch die Zusammenführung unterschiedlicher Datenbestände und Indikatorensysteme und der Harmonisierung verwaltungsrechtlicher Abläufe und datenschutzrechtlicher Belange

» Integrierte Konzepte, um z.B. technologische und gesellschaftliche Innovationsprozesse zu verknüpfen, z.B. neue Formen der Partizipation, Betreiber- und Sharingmodelle, Genossenschafts- und Fondslösungen

Die Verbünde sollen übergeordnete regionale Strategien erarbeiten bzw. weiterverfolgen. Dabei sollen sie auch klare, möglichst quantifizierbare Ziele für die nachhaltige regionale Entwicklung formulieren. Von jedem Verbund werden zudem die Entwicklung und Umsetzung von Strategien für den Transfer und den Austausch mit anderen strukturschwachen Regionen erwartet.

Die Bewerbung ist möglich bis zum 30. September 2020.

Weitere Informationen zur Fördermaßnahme und zur Bewerbung finden Sie auf der » Seite des Projektträgers PtJ.