REGION.innovativ: Sechs Verbundvorhaben stellen sich vor
REGION.innovativ - Kreislaufwirtschaft: Sechs Verbundvorhaben stellen sich vor
Die zweite Runde des Förderprogramms „REGION.innovativ“ setzt den Fokus auf eine regionale Kreislaufwirtschaft.
In der Fördermaßnahme „REGION.innovativ – Kreislaufwirtschaft“ zielen die Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Verwaltung darauf, die regionale Kreislaufwirtschaft weiterzuentwickeln. Sechs Vorhaben sind im Sommer 2021 gestartet.

Das Förderprogramm » REGION.innovativ des Bundesforschungsministeriums unterstützt regionale Bündnisse dabei, sich den Herausforderungen in strukturschwachen Regionen mit neuen Forschungsansätzen und Innovationen zu widmen.

In der Fördermaßnahme „REGION.innovativ – Kreislaufwirtschaft“ entwickeln, erforschen und erproben die beteiligten Akteure aus Wissenschaft und Praxis Ansätze einer zirkulären Wertschöpfung, die zu mehr Ressourcen- und Energieeffizienz beitragen und positive Effekte auf die ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung einer Region haben. Einen besonderen Fokus nimmt dabei die Zusammenarbeit mehrerer Kommunen ein.

Das wissenschaftliche Begleitvorhaben „KomKomIn“ begleitet und vernetzt seit Sommer 2021 „REGION.innovativ – Kreislaufwirtschaft“ – gemeinsam mit der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“. So können thematische Schnittstellen identifiziert und inhaltliche Synergien genutzt werden.

Die sechs „REGION.innovativ – Kreislaufwirtschaft“-Vorhaben

Im Vorhaben » bergisch.circular entwickeln und etablieren die Projektpartner in den Modellkommunen des Bergischen Städtedreiecks – Wuppertal, Solingen und Remscheid – Ansätze für ein interkommunales Verwaltungshandeln, das zirkuläres Wirtschaften besonders auf regionaler und kommunaler Ebene garantiert.

Die regionale Kreislaufwirtschaft wird im Vorhaben » Konnekt als Treiber ökonomischer, ökologischer und sozialer Innovation ins Zentrum gestellt. Die Modellkommunen im Landkreis Saarlouis entwickeln sich als Innovationsökosysteme in Orte der Zukunft, die durch interkommunale Kooperation und aktives Engagement aller Akteure mitgestaltet werden.

Das Vorhaben » CarboMass trägt durch regional nachhaltiges Wirtschaften in Kreisläufen zu mehr Ressourceneffizienz und regionaler Wertschöpfung in der Region Südharz bei. Erforscht und erprobt werden Ansätze zur Erzeugung des Bodenersatzstoffes „CarboMass“ aus schwer verwertbarem Klärschlamm.

Das Vorhaben » InterPyro verbindet Kreislaufwirtschaft und regionale Wertschöpfung mit Klimaschutz im ländlichen Raum im nördlichen Sachsen-Anhalt. Hierfür werden schwer verwertbare Bioabfälle dem Pyrolyseverfahren thermokatalytische Reforming (TCR ®) zugeführt. Die im chemischen Prozess entstehende TCR-Bio-Kohle soll für die Energiegewinnung bei negativer CO2-Bilanz und zum Einsatz für bodenverbessernde Maßnahmen verwendet werden.

Die Entwicklung und Anwendung eines interkommunalen Reststoff- und Recycling-Managementsystems in der Bioenergieregion Jena-Saale-Holzland in Ostthüringen steht im Fokus von » IRRMa. Entwickelt und erprobt werden regionalspezifische Aufbereitungs- und Verwertungskonzepte sowie Technologien für organische Reststoffströme.

Das Vorhaben » zirkulierBAR erforscht ein Innovationsökosystem. Dieses umfasst die recycling-orientierte sowie regional angepasste und akzeptierte Verwertung von Inhalten aus Trockentoiletten als qualitätsgesicherte Recyclingdünger. Gemeinsam mit dem Landkreis Barnim und der Stadt Eberswalde werden Stoffkreisläufe schrittweise reorganisiert und optimiert.