Studie "Ansiedlungen von Behörden in strukturschwachen Regionen"
Studie "Ansiedlungen von Behörden in strukturschwachen Regionen"
Neue Publikation im Rahmen des Förderprogramms Region gestalten
Die Studie untersucht anhand von vier Fallstudien die positiven Effekte und Hemmnisse der Ansiedlung von Bundesbehörden in strukturschwachen Regionen.

Die Dezentralisierung von Behörden und öffentlichen Einrichtungen ist Teil der Strukturpolitik der Bundesregierung. Die Ansiedlung von Arbeitsplätzen in strukturschwachen Regionen kann ein Weg sein, um gute Einkommens- und Beschäftigungschancen zu fördern und dadurch die Wirtschaftsstruktur zu stärken. Um die Auswirkungen von Behördenansiedlungen zu untersuchen und zu analysieren, inwieweit diese eine gleichwertige nachhaltige Raumentwicklung fördern können, hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) die Studie im Rahmen des Förderprogramms » "Region gestalten" in Auftrag gegeben.

Das zentrale Element der Untersuchung sind vier Fallbeispiele: das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz in Tirschenreuth, das zukünftig in Mühldorf am Inn ansässige ALE Oberbayern, die Außenstelle des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Weißwasser und das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau-Roßlau.

Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Behördenansiedlungen sind der Studie zufolge die Größe der Behörde, ihre mögliche Integration in die lokale Wirtschaft und die Struktur des Arbeitsmarktes in der Zielregion. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist der Umzug der Mitarbeiter*innen an den neuen Arbeitsort. Wichtige Aspekte sind dabei Beschäftigungsmöglichkeiten für Partner*innen, unbefristete Arbeitsverträge, eine gute Infrastruktur und Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten. Die Studie zeigt auch, dass Neuansiedlungen von Behörden eine erfolgreichere strukturpolitische Strategie sind als die Umsiedlung bereits bestehender Behörden. Laut der Studie veranlassten die neuen Behördenstandorte einige Mitarbeiter*innen dazu, eine Stelle in ihrer Heimatregion zu finden oder in eine ländliche Region Deutschlands zu ziehen. Im Gegensatz dazu tendierten die Beschäftigten bei einem Umzug der Behörde dazu, ihren alten Wohnort zu behalten und zu pendeln.

Die gesamte Studie können Sie » hier herunterladen.