KomKomIn - Wissenschaftliches Begleit-, Vernetzungs- und Transfervorhaben

Begleitet werden die Forschungsvorhaben der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ von dem wissenschaftlichen Begleit-, Vernetzungs- und Transfervorhaben KomKomIn. Als KomKomIn arbeiten in enger Partnerschaft das Deutsche Institut für Urbanistik gGmbH (Difu), Berlin, und das Institut Raum & Energie GmbH, Wedel, die während der gesamten Laufzeit der Fördermaßnahme für die Vernetzung, den Erfahrungsaustausch, die Öffentlichkeitsarbeit und den Ergebnistransfer verantwortlich sind. KomKomIn untersucht zudem den besonderen Themenkomplex „Kommunen und Forschung“.

Die geförderten Forschungsvorhaben verfolgen unterschiedliche Ziele, setzen dabei verschiedene thematische Schwerpunkte und bearbeiten spezifische Fragestellungen mit unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen. Gemeinsam ist ihnen allen das in der Bekanntmachung formulierte Leitziel, innovative Wege für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung der Städte und Regionen zu entwickeln und zu erproben. Deshalb gibt es zwischen den „Kommunen innovativ“-Projekten vielfältige Berührungspunkte, wie thematische Schnittstellen, methodische Parallelen oder verwandte Forschungsfragen.

Aufgabe von KomKomIn ist es, hieran anknüpfend die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch der Projekte so zu organisieren, dass die für alle Beteiligten bedeutsamen Themen identifiziert, gemeinsam diskutiert und Synergien mobilisiert werden. Die Projekte kooperieren hierzu und tauschen sich regelmäßig fachlich aus. In vom Begleitvorhaben konzipierten und organisierten Workshops kommen sie u.a. zu Themen wie Forschungsmethoden, Datenmanagement, Kommunikationsprozessen, Beteiligung und Kooperation sowie zu Fragen des Umsetzens und Etablierens neuer Lösungen zusammen. Die Zusammenarbeit sorgt dafür, dass die Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ mehr ist als die reine Summe seiner Teile.

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„Kommunen innovativ“ sucht nach besseren Lösungen für eine sich verändernde Welt. Genutzt werden die erarbeiteten Ergebnisse von der Praxis jedoch nur dann, wenn sie leicht verfügbar und gut verständlich sind. Dieser Anspruch leitet KomKomIn bei der Öffentlichkeitsarbeit. Die schon in der Projektlaufzeit – aber noch stärker bei der darauf folgenden Umsetzung – unverzichtbare Akzeptanz der innovativen Konzepte setzt voraus, dass die unterschiedlichen Akteure aus den Städten, Gemeinden und Regionen, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft von Beginn an mitwirken. Informationen transparent anzubieten ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des wissenschaftlichen Begleitvorhabens.

Darüber hinaus gilt es, Interesse und Begeisterung für die Vorhaben und die Umsetzung der „Kommunen-innovativ“-Ergebnisse zu schaffen. Damit bereitet KomKomIn zugleich den Transfer der Forschungsergebnisse in die bundesdeutsche, kommunale Landschaft vor. Hierzu dienen die Webseite, Artikel, Vorträge und Sonderveröffentlichungen, wissenschaftliche Publikationen sowie Online- und Offline-Veranstaltungen. KomKomIn unterstützt zudem die Projektverbünde in ihrer eigenen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

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Der übergreifende Leitgedanke von KomKomIn lautet: „Im Dialog zur Innovation“. Er kommt insbesondere in den jährlichen Fachkonferenzen zu Geltung. Mit ihnen initiiert KomKomIn eine breite Diskussion im kommunalen Raum zu den Herausforderungen und Chancen einer aktiven, innovativen Zukunftsgestaltung. Damit macht KomKomIn die Fördermaßnahme nach außen sichtbar, so dass die Ergebnisse auch in weiteren Kommunen und Regionen wahrgenommen und umgesetzt werden können. KomKomIn zielt auf eine breite bundesweite Diskussion über Möglichkeiten und Wege zu Innovationen im demografischen Wandel.

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Im Rahmen der transdisziplinären Ausrichtung der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ sind Kommunen in besonderem Maße aufgerufen, sich nicht nur aktiv zu beteiligen, sondern auch als gleichberechtigte Forschungspartnerinnen oder als Projektleiterinnen mitzuwirken.

Mit dieser hervorgehobenen Rolle der kommunalen Partner bietet „Kommunen innovativ“ die besondere Möglichkeit, Motive und Ziele, Chancen, Hemmnisse, Schwierigkeiten, aber auch Chancen der Mitwirkung von Kommunen an Forschungsprojekten zu untersuchen. Die Befunde münden in eine kommunale Handreichung zur Beteiligung an transdisziplinären Forschungsprojekten. Darüber hinaus werden Impulse für die Weiterführung transdisziplinärer Forschungsförderung und den besonderen Adressaten „Kommune“ abgeleitet.

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Publikationen des Begleitvorhabens KomKomIn

Herausforderungen der Transdisziplinarität
Abt, Jan / Diringer, Julia (2020)

„Kommunen innovativ“ verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit von Kommunen und Wissenschaft zu stärken und hebt sich damit von anderen Fördermaßnahmen ab. Der hier angewendete Modus im Sinne der Kooperation zwischen Kommunen und Forschungseinrichtungen bietet das Potenzial die Erfahrungen der 30 Verbundvorhaben vertieft in den Blick zu nehmen: Was lässt sich aus den Versuchen lernen, Kommunen als Initiatoren, Partner und Adressaten von Forschung zu stärken? Sie aus einer Rolle herauszulösen, in der sie nicht mehr Auftraggeber von Forschung, aber auch nicht nur „Beforschte“ sind – sondern Partner in einem gemeinsamen Prozess?

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Die BMBF-Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“
Abt, Jan / Diringer, Julia (2020)

In der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) befassen sich bundesweit 30 Verbundvorhaben mit einer nachhaltigen und demografiefesten Entwicklung von Städten und Regionen. In neuen Kooperationen von Kommunen mit Wissenschaft, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen erproben sie innovative Lösungen, wie die räumlichen Auswirkungen des demografischen Wandels gestaltet werden können. Der Beitrag stellt die Rahmenprämissen und inhaltlichen Schwerpunkte der Fördermaßnahme dar und gibt einen Ausblick auf die Innovationen der Initiativen.

in: Neumann, Tim / Ziesler, Uwe / Teich, Tobias (Hrsg.): Kooperation und Innovation für eine nachhaltige Stadtentwicklung – Forschung mit innovativen Kommunen. Wiesbaden 2020.

Diringer, Julia / Fahrenkrug, Katrin (2019)

Die BMBF Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ bot den Verbundpartnern aus Praxis und Wissenschaft die Möglichkeit, aktuelle Impulse in der Innenentwicklung aufzugreifen, zu konkretisieren, wissenschaftlich zu reflektieren und unter Praxisbedingungen zu erproben. Die in der Fördermaßnahme verfolgten Ansätze zur Stärkung der Innenentwicklung bedienen mit ihrem Fokus auf Kommunikation, Kooperation und Finanzierung drei Hebel, die wichtige Ergänzungen des vorhandenen umfassenden Instrumentenkastens beinhalten und nicht nur neue Impulse setzen, sondern vor allem dazu beitragen, bestehende Instrumente wirkungsvoll anwenden zu können. Der Beitrag in der PLANERIN setzt Schlaglichter darauf, wie Potenziale und Chancen der Innenentwicklung bewusstseinsbildend kommuniziert und Finanzierungsmodelle gemeinschaftlich gedacht werden können.

in: PLANERIN. Heft 06/2019. Seite 5-7.

Kommunikativ und kooperativ lebenswerte Orte gestalten
Diringer, Julia / Heinrich, Anna Juliane (2019)

Städte und Kommunen von und nach innen entwickeln – auf den ersten Blick ist dies ein Thema, das bereits vielfach bearbeitet und bestens bekannt ist. Dennoch: Wirft man einen Blick auf die Entwicklungsflächen, die vielerorts an Ortsrändern neu ausgewiesen werden, und den Leerstand und Zerfall manch eines Ortszentrums, wird deutlich, dass nach wie vor Handlungsbedarf besteht. Im öffentlichen Diskurs gewinnen derzeitig ein klares Bekenntnis für Stadtmitten und Ortskerne und deren Potenziale, um ein „Mehr“ an neuen räumlichen Qualitäten zu schaffen, sowie kommunikative und kooperative Ansätze in der Innenentwicklung an Bedeutung. Diese Aspekte greifen acht Beiträge in dieser PLANERIN 06/19, die im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Kommunen innovativ entstanden sind, auf: Ansätze zur Kommunikation in der und über die Innenentwicklung, zu zielgruppengerechten Beratungsinstrumenten sowie kooperativen Organisations- und Finanzierungsmodellen mit der Zivilgesellschaft oder im Zusammenschluss mehrerer Gemeinden.

in: PLANERIN. Heft 06/2019. Seite 3-4.

Fokusthemen für einen zielorientierten Erfahrungsaustausch
Melzer, Michael (2018)

Die 30 Verbundvorhaben der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ setzen unterschiedliche Schwerpunkte, bei welchen Herausforderungen sie ansetzen wollen, um ihre Kommunen zukunftsfähig zu machen. Ebenso vielfältig sind die methodischen Ansätze, mit denen innovative Lösungen entwickelt werden sollen. Dies liegt zum einen an den verschiedenen Rahmenbedingungen und Erfahrungen der mitwirkenden Kommunen, zum anderen an unterschiedlichen Profilen der in den Verbünden engagierten Wissenschaftler*innen. Im Ergebnis ergibt dies eine sehr große Bandbreite von Forschungserkenntnissen und ist ein besonderer Vorteil dieser auf konkrete Probleme der Kommunen fokussierten Forschung.

in: Ländlicher Raum der Agrarsozialen Gesellschaft. Heft 03/2018. Seite 19-22. (PDF)