Verwaltung 2.030
Verwaltung 2.030
Entwicklung und Erprobung innovativer Verwaltungsstrukturen zur integrierten Umsetzung der Agenda 2030 und Stärkung der Daseinsvorsorge auf kommunaler Ebene

Vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen sehen sich Kommunen einer zunehmenden Komplexität in ihren Entscheidungen ausgesetzt. Ihre historisch gewachsenen Verwaltungsstrukturen mit vorwiegend sektoralem Aufbau stehen jedoch im Gegensatz zu der hierfür erforderlichen integrativen Herangehensweise.

Es gilt, Kommunen neu zu befähigen, denn als Umsetzungsebene vor Ort kommt ihnen eine zentrale Rolle für die Bewältigung multidimensionaler Problemlagen zu. Dies ruft nach innovativen, querschnittsorientierten Ansätzen sowie einem übergeordneten Bezugsrahmen. Die Agenda 2030 mit ihren globalen Nachhaltigkeitszielen kann dabei als Anstoß zur zukunftsfähigen Neugestaltung von Verwaltungsstrukturen dienen. An dieser Stelle setzt das Projekt „Verwaltung 2.030“ an, das gleichberechtigt von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V., der Stadt Detmold und dem Deutschen Institut für Urbanistik durchgeführt wird.

Ziel des Vorhabens ist es, innovative Verwaltungsstrukturen zu entwickeln und ihre Funktionsfähigkeit in der Stadtverwaltung Detmold zu erproben. Die etablierten Strukturen sollen neu gedacht werden, um sie an die Komplexität aktueller Herausforderungen anzupassen. Dies stellt einen entscheidenden Schritt für die zukünftige Sicherung der Daseinsvorsorge dar.

Im Rahmen des Vorhabens wird zunächst das theoretische Grundwissen über innovative Verwaltungsstrukturen sowie bestehende innovative (internationale) Ansätze in Kommunen zusammengetragen und analysiert. Darauf aufbauend wird ein theoretisch-konzeptionelles Modell entwickelt. Dieses Modell wird anschließend mit den Verwaltungsstrukturen der Stadt Detmold abgeglichen, um zu prüfen, inwiefern sie diesen Anforderungen bereits Rechnung trägt und wie die Theorie auf die Praxis übertragen werden kann. In einem Reallabor werden die zusammengetragenen Erkenntnisse dann anhand der Detmolder Nachhaltigkeitsstrategie erprobt. Im Rahmen einer Reflexionsphase werden die gewonnen Erkenntnisse zu einem übertragbaren Modell entwickelt, das für den interkommunalen Transfer und eine bundesweite Anwendung aufbereitet wird.