Altersinnovationen
Stärkung von Kommunen als Initiatoren, Partner und Adressaten von Innovationen durch Ältere

Durch den Lausitzer Strukturwandel stehen die Kommunen Guben und Spremberg erneut vor der dringenden Zukunftsaufgabe, ökonomische, ökologische und soziale Transformationsprozesse zu integrieren. Gleichzeitig bedeutet die demografische Alterung beider Kommunen, die Sicherung der Daseinsvorsorge neu zu denken. Der wachsende Anteil älterer Menschen birgt jedoch auch Chancen, das Ressourcenpotential Älterer (Zeit, Fachkenntnis, soziale Kompetenzen, Erfahrungswissen) strategisch zu nutzen und die soziale Integration der älteren Bürger*innen zu stärken. Innovative Formate der Zusammenarbeit mit der regionalen Hochschule können dafür neue Impulse setzen.

Mit dem Projekt Altersinnovation verfolgen daher die Städte Guben und Spremberg gemeinsam mit Forschenden der BTU Cottbus-Senftenberg das Ziel, durch neue Formen der Aktivierung und Beteiligung Älterer einen Beitrag zur Stärkung der Kommunen und des sozialen Zusammenhalts zu leisten. Konkret erforschen und erproben sie drei Instrumente zur Stärkung des Innovationspotentials Älterer:

  • Ein Citizen Science Scout, der gemeinsam mit Sozialarbeiter*innen in den Kommunen Brücken zwischen älteren Bürger*innen und der Hochschule schlägt.
  • In Mitmachwerkstätten werden Ältere zu Bürgerforscher*innen, die im Sinne eines Transfers in die Gesellschaft gemeinsam mit der Hochschule sowie unterschiedlichen Akteur*innengruppen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung regionale Themen nachhaltiger Daseinsvorsorge und lokale Herausforderungen in einem kooperativen Arbeitsprozess bearbeiten.
  • Pop-Up-Stores werden als spezifische Kommunikationsorte neu geschaffen und durch sie komplexe Themen wie die Nachnutzung von Tagebauflächen, bezahlbare Energieversorgung im Sinne des Klimaschutzes oder nachhaltiges Produzieren und Konsumieren anschaulich vermittelt. Sie machen zudem die Hochschule und ihre Angebote in den Kommunen sichtbar.

Zusammengenommen sollen durch das Projekt generationenübergreifend lokale Lösungen im Sinne der Agenda 2030 entwickelt werden. Das Projekt erforscht, unterstützt und appelliert dabei an den kreativen Gestaltungswillen Älterer, die sich mit ihrem Wissen aktiv in die Gestaltung des Lausitzer Strukturwandels einbringen. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse sollen auch für andere strukturschwache Regionen in Deutschland nutzbar gemacht werden.